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Chronik

Die Feuerlösch-Ordnung von 1871

Unter Bürgermeister Georg Barthelmann wurde im Jahre 1871 eine Feuerlösch-Ordnung für Buckenhofen beraten und beschlossen. In 11 Paragraphen legte man "bei versammelter Gemeinde" fest, wer im Brandfalle wie tätig werden sollte.

In der Ortsmitte waren in einem längs der Straße stehenden Feuerleiterhaus die Leitern untergebracht, die im Brandfalle zum Einsatz kommen sollten. Dieses Gebäude musste allerdings weichen, als 1873 die Ortskappelle errichtet wurde. Die Leitern wurden an Scheunenwänden aufgehängt.

Die Gründung einer eigenen Feuerwehr

Am 15.April 1878 - zehn Jahre nach der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in der Stadt Forchheim, sieben Jahre nach dem Beschluss einer Feuerlöschordnung - wurde die Freiwillige Feuerwehr Buckenhofen ins Leben gerufen.

Rund fünfzig Männer hatten sich hierzu in der Gastwirtschaft von Paul Neubauer eingefunden, gemessen an der Einwohnerzahl von rund 330 eine stattliche Zahl.

Wie viele andere Feuerwehren auch trat man unter dem Wahlspruch an: "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr". Zum Kommandanten wurde Linhard Kredel gewählt, der aus Rettern stammende Peter Dorn, der 1872 die Buckenhöfnerin Kunigunda Kredel geheiratet hatte, fungierte in den Anfangsjahren als Kassier.

Ein Jahr nach ihrer Gründung  zählte die Freiwillige Feuerwehr Buckenhofen 62 Mann. Die Gemeinde hatte eine Löschmaschine für 800 Mark angeschafft und ein Spritzenhäuschen für 380 Mark erbaut.

Auszüge aus der Feuerlösch-Ordnung von 1878

Urkunde von 1899

Bürgermeister Walz stellte in einem Bericht ans Bezirksamt fest: "Die Mannschaft zeigt Liebe und Eifer zur Sache, allein die wenigsten Übungen können ausgeführt werden, weil die allernotwendigsten Löschgeräte fehlen." Auf die Bedarfsliste setzte man: 25 Meter Schläuche, zwei Signalhörner, 4 Steigerausrüstungen, 2 Steigleitern, (...) mehrere große Fässer zur Herbeischaffung von Wasser.

Organisationsstruktur und personnelle Zusammensetzung der Freiwilligen Feuerwehr gehen aus der sog. "Stammliste" hervor, einem Jahr für Jahr neu angelegten Mitgliederverzeichnis. Die erste erhaltene Liste bezieht sich auf das Jahr 1898. Sie wurde - wie alle vor 1918 erstellten Stammlisten - vom Bezirkamt Forchheim überprüft. Die Freiwilligen Feuerwehren wurden damals von einem Verwaltungsrat geleitet, den sog. Chargen, von Männern also, denen durch Wahl eine bestimmte Funktion übertragen worden war. Gelegentlich kommt es auch unter Kammeraden zu Meinungsverschiedenheiten. Bei der Neuwahl des Verwaltungsrates (= der Vorstandschaft) der Freiwilligen Feuerwehr Buckenhofen am 27. Januar 1907 wurden der  bisherige Vorstand Bürgermeister Johann Dittrich und der Kommandant Anton Kupfer nicht wiedergewählt. Die beiden legten Beschwerde beim Bezirksfeuerwehrausschuss ein und erreichten immerhin eine Wiederholung der Wahl. Dabei zogen sie allerdings erneut den Kürzeren.

Die neue Führungsmannschaft machte mit Hilfe eines selbstverfassten Zeitungsartikels, der Ende März 1907 unter der Überschrift "Eingesandt aus Buckenhofen" in der Lokalzeitung erschien, ihren "Sieg" publik. Selbstbewusst und ein wenig pathetisch hieß es am Ende des Aritkels: "Wollen sich die Herren Beschwerdeführer noch nicht begnügt finden und eine weitere Beschwerde führen, sind wir bereit, sie nochmals mit der Wahrheit zu überwinden."

Die Gründe für die internen Querelen sind heute nicht mehr zu klären. Jedenfalls stellten sich die gewählten Chargen samt Titel in der zitierten Zeitungsnotiz öffentlich vor. Die beigefügten Berufsbezeichnungen lassen die immer noch fast geschlossenen bäuerlichen Strukturen des Dorfes erkennen.

Vorstand Peter Lauger blieb nicht lang im Amt. Nach der Heirat seines ältesten Sohnes Friedrich übergab er diesem sein kleines landwirtschaftliches Anwesen und zog 1908 in die Stadt Forchheim. Dort gehörte der passionierte Feuerwehrmann bald wieder zu den Spritzenleuten der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Uniformen der Anfangsjahre waren schwarz, einreihig und geschlossen. Die nächste Garnitur war ebenfalls schwarz, aber zweireihig, mit Liegekragen versehen.

Zu Beginn des ersten Weltkrieges trugen die Buckenhöfener Feuerwehrleute schwarze Uniformen mit Messingknöpfen, dazu Lederhelme mit Messingkamm. Der Helm des 1. Kommandanten war mit Messingkamm, Kugel und Busch ausgestattet. 1935 wurden die Lederhelme zwar durch Stahlhelme ersetzt, jedoch sinnvoller Weise aufbewahrt. Erst in den 60er oder 70er Jahren wurden die Lederhelme verbrannt. Auch der besonders reich verzierte Helm des Kommandanten fiel dieser Aktion zum Opfer.

Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges (1914 - 1945)

Während des Ersten Weltkrieges kam die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr fast zum Erliegen. Die letzte Stammliste wurde am 15. März 1915 von Bürgermeister Johann Dittrich unterzeichnet. 28 Mann waren bereits zum Militär eingerückt, die ersten Gefallenen aus den Reihen der FFW waren zu beklagen, der Mitgliederstand betrug nur noch 48 Mann.

Der Eintrag "zur Zeit im Feld" musste in den folgenden Monaten bei vielen Aktiven ergänzt werden, bis sich schließlich das Zahlenverhältnis umkehrte: Insgesamt 48 Feuerwehrleute waren eingerückt; 12 von ihnen fiehlen "auf dem Felde der Ehre".

Für die Jahre 1917 und 1918 weist das Protokollbuch keine Einträge auf. Erst 1922 wurde ein neues Mitgliederverzeichnis angelegt, während die erste Generalversammlung nach dem Krieg bereits am 17. Januar 1919 stattfand. Sie war "sehr zahlreich" besucht. Herausragendes Ereignis jener Nachkriegsjahre war das 50-jährige Stiftungsfest, das trotz der wirtschaftlichen Misere 1928 im großen Stil gefeiert wurde.

In den Jahren nach 1933 wurde die Feuerwehr von den neuen Machthabern vereinnahmt. Ab 1934 waren die Versammlungen deulich politisiert. Der Vorstand eröffnete z.B. mit dem Deutschen Gruß "Heil Hitler" und sprach am Schluss "ein dreifaches Sieg Heil auf unsern Volkskanzler Adolf Hitler" aus.

Die Organisationssruktur hatte sich jedenfalls grundlegend geändert. Der bisherige Kommandant Peter Dorn wurde durch den vom Landesbrandinspektor Eckert ernannten Kommandanten Paul Kreppelt ersetzt. Dieser bestimmte sodann die verschiedenen "Unterführer".

In der Generalversammlung von 1934 gedachte man der 16 Feuerwehrleute, die "auf dem Felde ihr Leben lassen musten", und beschloss einstimmig 30 Mark aus der Vereinskasse für ein geplantes Kriegerdenkmal zu spenden. Im Jahr darauf wurde ein Familienabend veranstaltet. Der Reinerlös sollte ebenfalls dem Kriegerdenkmal zugute kommen. Das Projekt wurde von der Gemeinde Buckenhofen jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg verwirklicht.

Junge Feuerwehrleute während des Zweiten Weltkrieges.

Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kommt im Protokllbuch nur indirekt zur Sprache. Fast zwei Jahre lang (vom 14. Januar 1939 bis zum 9. Februar 1941) fehlen Einträge ins Protokollbuch. Erst 1941 wird festgehalten: "Im Jahre 1940 fanden einige Übungen der im Jahre 1939 aufgestellten Luftschutzpolizei statt. Auch wurde zu diesen Übungen eine Gruppe Jugendlicher beigezogen." Ferner hieß es: "Da Kassier Dresel Kriegsdienste beim Heer leistet, wurde uns von Frau Dresel das Kassenbuch zur Nachsicht überreicht." Wieder einmal musste man der gefallenen Feuerwehrkammeraden gedenken, mit denen man vor geraumer Zeit noch geübt hatte.

Die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr

Zur Brandbekämpfung benutzte man anfangs Stoffeimer, mit denen man Wasser aus einem der fünf Dorfbrunnen oder einer der vielen in Privatbesitz befindlichen Steigen zur Brandstelle trug. Doch noch im Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Buckenhofen wurde von der Gemeinde unter der Federführung des erst 40 Jahre alten, rührigen Bürgermeisters Johann Walz eine "zweirädrige abprotzbare Saug- und Druck-Spritze" angeschafft, die aus der Fabrik von Joh. Braun in Nürnberg stammte. Am 5. November 1878 überprüfte der Feuerwehrbezirkskommissär Friedrich Collorio aus Forchheim die Spritze und bestätigte, dass sie "in allen ihren Theilen und Leistungen der Normale vollkommen (entsprach), solid und dauerhaft gearbeitet (war) und sich besonders durch äußerst leichte Handhabung beim Pumpen (auszeichnete)".

Die derart gepriesene Spritze war freilich aus heutiger Sicht ein recht primitives Gerät, dessen Vorratsbehälter per Hand mit Wasser gefüllt werden musste. Im Jahre 1904 wurde unter dem Kommandanten Anton Kupfer eine vierrädrige, ebenfalls von Hand zu bedienende Feuerwehrspritze in Dienst gestellt, die heute noch vorhanden und auch einsatzfähig ist. Ferner gehörte eine Holzleiter mit zwei Stützen und zwei Hängeleitern zur Ausrüstung der Feuerwehr.

Zur ersten Motorspritze, Marke DKW, kam man 1946. Das Gerät wurde aus der Truppach geborgen und von den Aktiven in Schuss gebracht. In Eigenleistung bauten die Feuerwehrmänner für diese Pumpe einen Anhänger. So verfügte man über einen kleinen Tragkraftspritzenanhänger mit Schlauchhaspeln und feuerwehrtechnischer Beladung.

Die Verwunderung war groß, als das Landesamt für Feuerschutz diesen Anhänger im Jahre 1960 bei einer Ortsbesichtigung als "Karren" bezeichnete und für "nicht verkehrssicher" erklärte.

1963 wurde die Freiwillige Feuerwehr Buckenhofen motorisiert. Bürgermeister Johann Sebald übergab der FFW ein TSF, Marke Ford Transit, das am 1. Mai durch den späteren Weihboschof Martin Wiesend geweiht wurde. Dieses Tragkraftspritzenfahrzeug tat 21 Jahre treuen Dienst in der Feuerwehr und musste im Jahre 1984 durch ein anderes Fahrzeug ersetzt werden, da auch unter größten Anstrengungen keinerlei Ersatzteile mehr beschafft werden konnten. Die zum Fahrzeug gehörende Pumpe, eine TS 8/8 (Tragkraftspritze mit einer Nennförderleistung von 800 Litern Wasser bei einem Förderdruck von 8 Bar) wurde von Buckenhofen abgezogen und der FFW Reuth überstellt, wo sie bis zum Jahre 2005 ihren Dienst tat und mittlerweile, zirka 45 Jahre alt, an die FFW Buckenhofen zurückgegeben wurde.

Der Nachfolger, ein Tanklöschfahrzeug TLF 16, Magirus Deutz, war zwar nur ein Jahr jünger als das ausgemusterte TSF, konnte aber aufgrund seiner Robustheit noch 10 Jahre eingesetzt werden. Im September 1994 konnte der 30. Geburtstag des Tanklöschfahrzeugs gefeiert werden. Da in der Stadt Forchheim ein neues Tanklöschfahrzeug für die FFW Forchheim angeschafft wurde, bekam die FFW Buckenhofen am 13.09.1994 ein "neues" Fahrzeug. Es handelte sich wiederum um ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 der Marke Magirus, allerdings mit 16 Jahren noch sehr jung und in einem sehr gutem Pflegezustand. Dieses Fahrzeug leistete bis 2008 in Buckenhofen Dienst, es wurde aufgrund eins Defekts an der Pumpe durch ein LF 10/6 auf Iveco Magirus ersetzt.

Vom Geräteschuppen zum modernen Feuerwehrhaus

Wo eine Spritze ist, braucht man auch ein Spritzenhaus. War das Gerät der Freiwilligen Feuerwehr Buckenhofen anfangs in einem Schuppen am Gemeindehaus untergebracht, so wurde später nördlich der Dorfkapelle ein Spritzenhäuschen errichtet, ein schlichter Fachwerkbau, in dem unter dem Dach auch eine Totentrage untergebracht war.

Seit 1950 befanden sich die Geräte in einem gemeindeeigenen Spritzenhaus am Dorfweiher. Im Jahre 1964 wurde dieses schlichte Gerätehaus abgebrochen und von der Gemeinde Buckenhofen durch den Neubau des jetzigen Gerätehauses ersetzt.

Unter Bürgermeister Johann Sebald begonnen, wurden die Baumaßnahmen 1967 unter Bürgermeister Georg Knauer abgeschlossen.

Brandeinsätze

Der erste Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Buckenhofen, von dem man heute noch weiß, galt einem Brand, der im September 1890 in der Firma Weber & Ott ausgebrochen war. Der Fabrikbesitzer, Kommerzienrat Hornschuch, ließ der Feuerwehr zum Dank 50 Mark zukommen "zum Zwecke der Anschaffung von Armatur- und Ausrüstungsgegenständen". Im Dorf selbst galt es an Peter und Paul 1898 einen durch Blitzeinschlag ausgelösten Scheunenbrand bei Johann Georg Neudecker zu bekämpfen. Am  23. Dezember 1899 wurde die FFW Buckenhofen zu einem Einsatz in die Spinnerei Forchheim gerufen. Es brannte ein Wollsall.

Auch als in der Nacht vom 22. auf den23. Juli 1900 in der Papierfabrik Ellern ein Brand ausbrach, war die Freiwillige Feuerwehr Buckenhofen zur Stelle und unterstützte die Feuerwehrleute aus Forchheim und Burk bei der Brandbekämpfung, während die " gleichfalls zur Hilfe herbeigeilte Feuerwehr Pinzberg (...) nicht mehr einzugreifen brauchte. Der in Fürth lebende jüdische Fabrikant M. Ellern bedankte sich tags darauf öffentlich für die gewährte Hilfeleistung, wohl nicht zuletzt deshalb, weil Kritik an mangelndem Brandschutz und fehlender Vorsorge für den Brandfall in seiner Fabrik laut geworden war.

Am 9. September 1901 brach nachts gegen ¾ 11 Uhr in der Scheune des Gastwirts Paul Neubauer ein Brand aus, der sich in allerkürzester Zeit über das Wirtschaftsgebäude verbreitete. Sowohl die örtliche Feuerwehr als auch Nachbarfeuerwehren aus Forchheim und Burk versuchten den Brand wenigstens einzudämmen. Doch das gesamte Anwesen wurde ein Raub der Flammen. Die Brandursache blieb zwar ungeklärt, man vermutere jedoch Brandstiftung. Ebenfalls zu einem Großeinsatz wurden die Feuerwehrleute aus Buckenhofen nach Forcheim gerufen als 1903 drei Mühlen brannten.

Weitere Brände bis zum Ende des Ersten Weltkriegs waren bei Johann Lochner, Johann Kredel, Johann Barthelmann und Andreas Barthelmann zu verzeichnen. Am Fronleichnamstag 1929 wurde das Wohnhaus von Johann Merx ein Raub der Flammen. Das Feuer war am Vormittag ausgebrochen, als die meisten Buckenhöfner an der Prozzesion in Forchheim teilnahmen. Einen weitern größeren Brand löste 1936 ein Blitzschlag im Anwesen von Johann Gareis aus.

Auch in den darauf folgenden Jahren kam es zu weitern Großeisätzen, z.B. 1974 zum Brand mehrerer Wohnbarraken auf der Baustelle der Kläranlage Forchheim, 1996 zum Großfeuer in der alten Bayersmühle in Forchheim, im August 1997 brannte in Buckenhofen-Nord in einem Waldstück ein Schuppen komplett ab.  Im Sommer '99 brannte eine Fischerhütte auf der Schleusenunsel und im Mai des darauf folgenden Jahres kam es zu einem Kellerbrand in der Raifeisenstraße ; im April '02 brannte in der Sattlertorstraße ein Imbiss.   Weitere Einsätze waren: 4 Flächenbrände im März und April 2003; mehrere Sturmeinsätze im Juni des selben Jahres;  der Großbrand in einer Schreinerei in Weingarts im Mai 2004; ebenfalls 2004 ein umgestürtzter Sattelzug auf der BAB 73 der ausbrannte; zu einem verheerenden Wohnhausbrand kam es 2005 in Buckenhofen, bei dem ein 55 jähriger ums Leben kam und ein tödlicher Unfall auf dem Annafest, als ein 43 jähriger von einem Ast erschlagen wurde. 2006 entsendete der Landkreis Forchheim ca. 150 Helfer nach Bad Eisenstein um der Scheekatastrophe Herr zu werden, aus Buckenhofen waren 3 Einsatzkräfte dabei. Ebenfalls '06 kam es zu einem Großbrand in einem Wirtschaftsgebäude des Freibades in Forchheim. Im Januar 2007 bescherte der Orkan "Kyrill" mehrere Einsätze, im selben Jahr kam es zu Großbrand bei der Firma Fritsche in Forchheim. Ihren bisher größten Einsatz hatte die FFW Buckenhofen am 21.07.07 und in den folgenden Tagen zu leisten als im Landkreis Forchheim aufgrund von Hochwasser Katastrophenalarm ausgelöst wurde. Zu einem Wohnungsbrand wurde die Wehr am 8.11.07 in die Hornschuchallee in Forchheim alarmiert. Die Freiwilliige Feuerwehr Buckenhofen wird aktuell im Jahr duchschnittlich zu 30 Einsätzen alarmiert.

Immer wieder rückte die Freiwillige Feuerwehr Buckenhofen zu Übungen aus.

Ein reges Vereinsleben

Die Feuerwehr war jedoch nicht nur im Katastrophenfall wichtig, sie hatte von Anfang an große Bedeutung für das gesellschaftliche Leben im Dorf. Die in den Anfangsjahren eingerichtete "Vergügungskasse" diente wohl zu Bestreitung der geselligen Veranstaltungen. 1913 wurde bei der Generalversammlung diese Kasse aufgehoben und beschlossen, dass in Zukunft jedes Mitglied pro Monat 10 Pfennig Vereinsbeitrag zahlen sollte. Dieser Beitragssatz wurde bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg beibehalten. Eine Ausnahme bildete jedoch das Inflationsjahr 1923.

Der Vereinsbeitrag wurde damals auf 100 Mark vierteljährlich festgesetzt. Zu einem Konzert, das im gleichen Jahr veranstaltet wurde, erhoffte sich die Wehr einen Zuschuss von mindestens 20.000 Mark von der Gemeinde.

Seit den Zwanziger Jahren war der alljährliche Faschingsball der FFW immer ein besonderes Ereignis im Dorf. Mitte der 80er hatte man sogar ein eigenes Damenballett. 1998  mussten die Faschingsbälle allerdings wegen zu geringer Beteiligung eingestellt werden. Sehr beliebt hingegen ist das Grillfest, das seit mittlerweile fast 30 Jahren an Christi Himmelfahrt gefeiert wird. Es hat sich von einer ganz kleinen Veranstaltung für die Aktiven zu einem großen Ereignis, das seinen Festen Platz im Dorfleben hat, gemausert.

Als der Dorfweiher noch bestand, betätigten sich die Feuerwehrleute auch als Fischer. Sie besetzten nämlich alle Jahre den Weiher mit Karpfen und hielten dann im Herbst eine Karpfenpartie.

Bei kirchlichen Feierlichkeiten war und ist die FFW immer mit dabei. So beteiligt sie sich zum Beispiel ununterbrochen seit 1967 an der Frohnleichnamsprozession mit der Fahnenabordnung und zur Begleitung des Traghimmels.

Feste und Jubiläen

1928 feierte die Freiwillige Feuerwehr Buckenhofen ihr 50-jährigen Jubiläum. Vier Gründsmitglieder waren noch am Leben: Peter Dorn, Friedrich Bathelmann, Georg Lang und Peter Lauger. Peter Dorn war in zweiter Ehe in Burk verheiratet, Friedrich Bathelmann und Peter Lauger waren nach Forchheim übersiedelt. Also wurden die Ehrengäste stilvoll in einem Landauer nach Buckenhofen gebracht.

Nach dem Festgottesdienst an der Ortskapelle holte man die eingeladenen Feuerwehren aus anderen Orten feierlich ab. Man hatte vereinbart: "Beim Ortseingang und -ausgang sind Meldefahrer aufzustellen, welche die ankommenden Wehren zu melden haben." Eigene Einladungskarten wurden gedruckt. Drei Festdamen wurden berufen: Margareta Lauger, Betti Knauer und Barbara Kredel. Die Ehrengäste wurden zum Mittagstisch in der Gastwirtschaft Dresel eingeladen. Mit anderen Worten: Das Fest wurde würdig begangen.

Nach dem zweiten Weltkrieg nahm man dem 80. Gründungstag im Jahre 1958 zum Anlass für ein großes Fest, das mit der Fahnenweihe und dem Kreisfeuerwehrtag verbunden war. Die Schirmherrschaft übernahm Landrat Paul Strian. Fahnenbraut war Helga Eisen, geborene Neudecker, heute Eherenmitglied der FFW.

Das 120-jährige Gründungsfest wurde am 25./26. April 1998 im Gasthaus "Zur Sonne"  unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Franz Stumpf gefeiert. Am Samstag fand der Festkommers statt; 32 Mitglieder wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt und neun von ihnen zu Ehrenmitgliedern ernannt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Sängerabteiung des St.-Josef-Vereins und der Bläsergruppe des Musikvereins. Am Sonntag schloss sich an den Festgottesdienst mit Totenehrung auf unserem Friedhof ein musikalischer Frühschoppen an.

(Quelle: Wie's früher war - 750 Jahre Buckenhofen 2001)